Arten der Textilveredelung

Du hast eine Idee für ein einzigartiges und individuelles Design und möchtest es gern der Welt zeigen? Zum Beispiel auf einem T-Shirt, einem Hoodie, einer Tasche, einem Rucksack, einer Hose, einem Basecap, einer Socke oder oder oder.

In diesem Blog-Beitrag lernst Du die fünf gebräuchlichsten Textilveredelungsarten kennen und für welche Projekte sich welche Veredelungsart eignet.

  • Flexdruck
  • Digitaler Textil-Direktdruck
  • Sublimationsdruck 
  • Siebdruck
  • Stick

Beim Flexdruck wird das Motiv mit einem Schneidplotter aus einer farbigen Folie ausgeschnitten (geplottet) und dann mit einer Heißtransferpresse unter hohem Druck und bei hoher Temperatur mit dem Textil „verschweißt“.

Dieses Verfahren eignet sich am besten für kleine Auflagen oder Einzelstücke, allerdings gibt es folgendes zu beachten:

-          Die Vorlage muss als Vektorgrafik angelegt werden

-          Farbübergänge sind nicht möglich

-          Besonders große Motive schränken den Tragekomfort etwas ein, da die Flexfolie mit dem Textil verschweißt wird und dadurch weniger atmungsaktiv wird

Peter Steinkopf mit einer Heißtransferpresse und Flexfolien zum Bedrucken von Textilien

Beim digitalen Textil-Direktdruck wird die Druckfarbe direkt auf das Textil aufgesprüht. Manchmal muss das Textil vorbehandelt werden oder es muss eine Weißunterlegung aufgebracht werden, um die Farben auch auf dunklen Textilien brillant wirken zu lassen.

Man kann sich dieses Verfahren am besten vorstellen, wenn man es mit einem Tintenstrahldrucker vergleicht.

Dieses Verfahren eignet sich für kleine bis mittlere Stückzahlen.

Beim Sublimationsdruck wird das Textil nicht direkt bedruckt. Es wird eine Transferfolie mit einer speziellen Sublimationsfarbe bedruckt und diese Transferfolie wird später dann mit einer Heißtransferpresse auf das Textil übertragen, wobei die Sublimationsfarbe gasförmig wird und die Polyester-Fasern des Textils einfärbt. Dieses Druckverfahren eignet sich allerdings nur für Textilien, die einen bestimmten Polyesteranteil aufweisen. Es gibt auch Stimmen, die sagen, dass man Sublimationsdruck ausschließlich auf weißen T-Shirts mit einem 100%igen Polyesteranteil ausführen sollte. Als Beispiel können hier z.B. Funktionsshirts genannt werden.

Dieses Verfahren ist für alle Stückzahlen geeignet.

Der Siebdruck ist das wohl am meisten verbreitete Druckverfahren und wird häufig für den Druck auf T-Shirts verwendet. Bei diesem Druckverfahren wird die Druckfarbe mit einem Rakel durch ein speziell vorbereitetes Gewebe (das Sieb) gedruckt. Das Druckverfahren ist äußerst flexibel und kann neben Textilien auch auf Papier, Kunststoffe, Keramik, Metall, Holz und Glas.

Dieses Verfahren ist grundsätzlich für alle Stückzahlen geeignet, allerdings gilt es zu beachten, dass für jedes Motiv ein Sieb erstellt werden muss. Der Siebdruck eignet sich daher nur eingeschränkt für Kleinstserien und Unikate.

Und schließlich die Stickerei. Meiner Meinung nach die Königin unter den Textilveredelungen. Die Stärken der Stickerei sind die Langlebigkeit und die hochwertige Qualität der Textilveredelung. 

Wurden früher noch die Stickereien mit Sticknadel und Garn von Hand auf die Textilien aufgebracht, ermöglicht heute der Einsatz von Stickmaschinen, bzw.  Stickautomaten, ein breites Sortiment an Textilien zu personalisieren.

Die Stickerei sieht nicht nur hochwertig und edel aus, sie ist auch bestens waschbeständig und eignet sich auch für solche Textilien, die sich mit den anderen Drucktechniken nicht oder nur schwer bedrucken lassen, wie zum Beispiel, Strickmützen, Wollpullover oder Fleece-Jacken.

Ein weiterer Vorteil ist, dass die Stickerei sowohl auf hellen, bunten, als auch auf dunklen Textilien die gleiche hohe Qualität liefert, eine chemische Vorbehandlung des Textils oder ein weißer Unterdruck auf dunklen Textilien sind nicht nötig.

Haptisch kann wohl kaum ein anderes Textilveredelungsverfahren mit der Stickerei mithalten. Die unterschiedlichen Garne (z.B. Polyester-, Viskose- oder Metallicgarn) haben alle ihre eigene Haptik und Optik. Durch das Einarbeiten eines speziellen Schaumstoffes sind auch 3D-Effekte möglich, bei der die Stickerei nochmal besonders erhaben wirkt.

Peter Steinkopf mit einer Stickmaschine und Garnrollen zum Besticken von Textilien

Dies war ein grober Überblick über die Arten der Textilveredelung. Wenn Du Fragen kannst, dann kannst Du mir gern eine mail an hallo@urbane-stickerei.de schreiben.


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